Weihnachten mit Vierbeinern
Allgemein
January 26, 2026
All das schmeckt nicht nur uns Menschen hervorragend, auch unsere Haustiere lieben es, wenn wir kein wachsames Auge darauf haben. Jedoch können sie schnell zu einer gefährlichen Versuchung werden. Aber warum sind unsere Weihnachtsleckereien so gefährlich?
Schokolade
Sie enthält Theobromin und manchmal auch Koffein, die für Tiere giftig sind. Je dunkler die Schokolade, desto höher ist das Risiko. Bereits kleine Mengen können bei Hunden Erbrechen, Durchfall, Zittern, Unruhe, Herzrasen oder Krampfanfälle auslösen; in schweren Fällen kann es sogar lebensbedrohlich werden.
Rosinen & Trauben
Rosinen (und auch Trauben) können bei Hunden zu schweren Nierenschäden führen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können. Die genaue Ursache ist noch nicht abschließend geklärt, aber vermutet wird, dass bestimmte Substanzen in Trauben/ Rosinen die Nierenfunktion beeinträchtigen oder toxische Wirkungen auf die Niere haben. Bereits geringe Mengen können bei einigen Hunden toxisch wirken, während andere Hunde auch größere Mengen ohne akute Symptome vertragen. Da die Empfindlichkeit stark variieren kann, gilt: Jede Aufnahme sollte als Notfall betrachtet werden.
Xylitol /Xylit
Xylitol, ein Zuckerersatzstoff, ist für Haustiere gefährlich, besonders für Hunde, weil es ihren Blutzucker extrem schnell stark absenken ( Hypoglykämie ) kann. Bereits geringe Mengen können Insulinfreisetzung auslösen, was zu plötzlichem Energieverlust, Lethargie, Koordinationsstörungen oder Krampfanfällen führt. In einigen Fällen kann Xylitol auch Leberschäden verursachen.
Nüsse und Gewürze
Allgemein gilt: Der Verzehr von rohen oder stark gewürzten Nüssen oder Gewürzen kann zu Magen-Darm-Beschwerden, Pankreatitis oder Giftreaktionen führen, je nach Tierart, Größe und Empfindlichkeit.
Von manchen Sorten (insbesondere Macadamia-Nüsse) können Haustiere Vergiftungszeichen wie Schwäche, Zittern, Erbrechen oder Hyperthermie zeigen. Außerdem sind Nüsse häufig sehr fettig und können Magen-Darm-Beschwerden oder Pankreatitis auslösen.
Kleine Mengen Zimt sind in der Regel nicht akut giftig, aber er kann bei einigen Tieren zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Ätzende oder stark gewürzte Zimtprodukte (z. B. Zimtstangen oder zu viel Zimt in Backwaren) können ebenso im Magen-Darm-Trakt reizend wirken. Muskatnuss enthält Myristicin, das in größeren Mengen toxisch sein kann. Symptome können Verwirrung, Erregung, Unruhe, erhöhter Puls, Erbrechen oder Zittern sein. Eine Vergiftung ist eher selten, aber potenziell ernst zu nehmen.
Alkoholhaltige Getränke und Hefeteig
Bereits geringe Mengen können bei Tieren zu Vergiftungen führen (Krämpfe, Koordinationsprobleme, Atemnot, Hypoglykämie, Leber- oder Nierenschäden). Kleine Tiere sind besonders empfindlich; selbst winzige Reste von alkoholischen Getränken oder Speisen können riskant sein. Symptome können innerhalb kurzer Zeit auftreten und schwerwiegend sein.
Auch kann Hefeteig im Bauch der Katze oder des Hundes, während der noch aufgegangene Teig weiter gärt, zu bedrohlichem Alkohol im Tier führen. Der Teig erzeugt den Alkohol durch Fermentation. Große oder verschluckte Teigmengen können ebenso schnell zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie Magendilatation, Verschluss oder Pankreatitis beitragen.
Fazit
Weihnachten ist eine gemütliche Zeit, aber Hunde und Katzen sollten ihre artspezifischen Leckereien erhalten. Schokolade, Rosinen, Xylitol-haltige Produkte, Nüsse und alkoholische Dinge sollten immer außerhalb der Reichweite der Haustiere aufbewahrt werden. So bleiben Mensch und Tier die ganze Festzeit über gesund und glücklich. Und sollten Sie doch mal Unterstützung benötigen, wir sind jeden Tag für Sie und Ihren Liebling da.
